Queenstown: 10.03.09
Queenstown ist eine Action-City. In der Umgebung kann man allerlei Outdoor-Action erleben. Wildwasser-Rafting im Boot oder auf einer Art Schlitten. Klettern und „Abseiling“ ..das heißt wirklich so!Im Winter kann man hier in der Gegend Snowboarden und Skifahren. Man merkt das Queenstown eine hippe City ist, viele Junge Leute, viele Kneipen, Cafes und Restaurant, alle In-Läden wir Rip-Curl oder Billabong.
Wofür Queenstown aber wirklich bekannt ist, ist Bungy! Hier haben A.J. Hacket und Henry van Asch das Bungy Jumping erfunden bzw. kommerziell verfügbar gemacht.
Im Jahr 1988 hatten die zwei die Möglichkeit auf der damals restaurierungs-bedürftigen alten Brücke über den Kawarau Fluss ein paar Strünge durchführen zu können.
Der Rest ist Bungy Geschichte. Mit dem Geld was Sie an der Brück verdienten wurde die komplette Brücke originalgetreu restauriert und ein Sprungkorb angebaut.
Kawarau war die erste kommerzielle Bungy-Basis der Welt.
Und wenn nicht hier, wo dann sollte man seinen ersten Bungy-Jump machen?
Die Strasse führt direkt an der Basis vorbei und so stoppten wir auf dem Weg in die Stadt und sahen uns etwas um. Leider mussten wir etwas warten bis wir jemandem beim springen zusehen konnten. Die Leute machten gerade Mittagspause und so war nicht viel los.
Wir warteten eine Weile und dann ging es wieder los. Harte Hunde und Harte Hündinen sprangen…teilweise ohne einen Laut von sich zu geben.
Ich hatte viel Zeit das Spetakel von der Brücke, von der Seite und von unten anzusehen. Für mich war immer klar, dass wenn ich so was machen würde, dann
müsste es von einer festen Plattform sein und über Wasser. Also so dass man nicht erst irgenwo „hochgefahren“ werden muss und so, dass man nicht auf dem Beton aufditschen kann falls was schief geht.
Die Leute da machten wirklich einen professionellen Eindruck und so entschloss ich mich nach langem Überlegen, dass ich es machen werde.
Leider kam gerade der tägliche kostenlose Bus aus der Stadt mit Verrückten, diedas auch probieren wollten. Ich sollte 45 Minute warten!Ich weiß nicht, aber die Vorstellung jetzt noch 45 Minute auf meine Hinrichtung zu warten war nicht sehr verlockend und so beschlossen wir morgen wieder her zu kommen…vielleicht ;o)
Am Nachmittag haben wir uns dann einem etwas anderen Thrill hingegeben. Am Hausberg von Queenstown fährt eine Seilbahn den Steilhang hoch auf ca. 800 Meter über Queenstown.Auch so was habe ich noch nie vorher gemacht. ICH habe HÖHENangst…
OK, aber man muss sich seinen Ängsten auch stellen und so habe ich mitgemacht. Oben auf dem Berg gibt es eine Art Kartbahn, die man für nur 3 Dollar mehr fahren darf. Also war der Deal klar: Ich fahr da mit hoch und Nadja muss mit mir Kart-Fahren.
Dass ich mich bei dem Deal doppelt angekackt habe, konnte ich ja nun nicht wissen. Warum? Ganz einfach, nach der sagen wir mal berauschenden Fahr mit der „Gondola“ wurde uns bewusst, dass wir zum Start der Kartbahn weiter hoch fahren müssen….mit einem SESSELLIFT…. man man man ;o)
Die Aussicht von da oben war, auch wenn es diesig war und nieselte, echt der Hammer und auch die nervenaufreibende Fahrt nach oben wert.
Die Sonne bahnte sich an manchen Stellen Ihren Weg durch die Wolken und so erschien ein riesiger Regenbogen über dem See. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Es sag aus, als ob das Festland über einen Regenbogen mit der Insel verbunden wäre. Supergeile Aussicht.
Als wir uns also wieder gesammelt hatten und der Regen etwas aufhörte, bestiegen wir das nächste Foltergerät, den Sessellift. Es war nicht ganz so schlimm, da ich die Gondola ja bereits bezwungen hatte. Aber da auf einem Berg in 5-10 Metern Höhe im freien zu Sitzen, das wir sicher nicht unsere Lieblingsbeschäftigung.
Oben angekommen bestiegen wir die Karts, die nur durch die Gravitation beschleunigt werden. Wie eine Art Seifenkiste.Lässt man die Bremse los, geht’s los….und wie. Wir haben den kompletten Weg (ca, 800 Meter) nur gelacht, es war ein Heidenspaß.
http://www.skylineskyrides.co.nz/queenstown/
Den Abend beschlossen wir mit einem feinen Essen in einem Restaurant, das laut Dekoration zum Teil ein Rittersaal, zum anderen ein Fisch-Restaurant war. Laut Musik, ABBA eher eine Disko-Spilunke…. Das Essen war gut, ABBA die Musik scheiße ;o)
Am nächsten Tag, 11.03.09 machten wir uns nochmal auf den Weg zur Bungy-Brücke. Ich wollte doch mal schauen, ob ich die Entscheidung von Gestern noch tragen würde. Nadjas Kommentar: Schatz du must das nicht machen.. ;o)
Die Leute machten gerade wieder Mittagspause, aber diesmal wusste ich ja, dass gleich der Bus kommen würde. Es hieß also Jetzt oder Nie. Jetzt schnell buchen und bezahlen und als Erster nach der Pause springen oder gar nicht….
Ich entschied mich für ….JETZT !
Als die Bungy-Anhänger wieder von der Pause kamen, lief ich an den „nachmirbezahlten“ Leuten vorbei und drängelte mich an als erster auf den Korb.
Ein Mädel, ehemals wohl aus Schweden oder so, schnürte mich ein und versuchte mit Small-Talk die gleißende Angst aus meinem Kopf zu vertreiben.
Was mich wirklich beruhigte war die proffessionalität mit der ich eingeschnürrt und verzurrt wurde. Alles wurde nochmal vom „2.Mann“ in Augenschein genommen und Sie war ganz entspannt.
Dann ging es los: Aufstehen, an den Rand stellen… OH OH die Hand steckt da in dem scheiß Plastikteil fest was soll das… nicht schuppsen jetzt bitte…
OK, die Hand ist wieder frei, alle lachen…dann kann es ja losgehen….
Sie sagt 3,2,1 und ich springe….Oh man… so was kann man nicht beschreiben…
Da ich wirklich nicht „nichts“ sagen konnte haben ich mir die Kehle aus dem Leib gebrüllt. Nicht weil ich Schiss hatte, sondern weil die Anspannung so groß war und raus musst. Die Schaulustigen, die ja wohl noch keinen Sprung gesehen hatten, war anfangs nicht klar, dass ich mir nicht in die Hose gemacht hab.
Als ich also wieder oben ankam (lächeln) schauten mich einige doch sehr erleichtert an und waren beruhigt, dass das kein Angstschrei war …har har har…
Das Beste war ein Aussi, der sagte: „Good on you Mate“ also so was wie „hast du gut gemacht Kumpel“….
http://www.bungy.co.nz/index.php/ps_pagename/queenstown
Mit heiserer Stimme und viel zu viel Adrenalin im Blut machten wir uns wieder auf die Strasse. Nächstes Ziel Dunedin (ausgesprochen Dann Idin)
Wieder in Cromwell machten wir noch einen Cafe-Stop… das Adrenalin war wohl zu Serotinin geworden und ich wurde …sehr sehr ruhig ;o)
Der Barista meinte 2,5 Stunden nach Dunedin….wir haben Ihm das nicht geglaubt ;o)Nach 4 Stunden kamen wir in Dunedin an und mussten uns eine Unterkunft suchen….
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