Montag, 1. Juni 2009

Sista´s Neuseeland

Home sweet home! Wie gewünscht folgt hier eine kurze Zusammenfassung von unserem Urlaub am anderen Ende der Welt. Erstmal: Vielen Dank, Ihr zwei, dass wir bei euch wohnen durften. Eure Wohnung ist echt gemütlich und die Aussicht ist natürlich der Hammer! Das Zusammenwohnen in Auckland hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir überlegen, mit euch bei eurer Rückkehr eine WG zu gründen! (…hihi, nee, keine Angst … war nur Spaß! ;o} ) Die ersten Tage haben wir in Auckland verbracht, ehe wir uns mit Serena, dem tollsten Nissan-Bus der Welt, aufgemacht haben, die Nordinsel zu erkunden. Unterwegs haben wir eine Menge Wasserfälle gesehen und Wiesen und Weiden voller Schafe und Kühe. Wenn es drohte, Dunkel zu werden, haben wir uns den nächsten Camping-Platz gesucht. Davon gibt es dort eine ganze Menge und die sind echt gut ausgestattet: Küche, Duschen, manchmal auch Waschmaschinen. Dort konnten wir unsere Handys und die Kühlakkus aufladen, Wäsche waschen, unser Abendessen kochen - und am nächsten Tag ging es dann weiter. Die erste Tour führte uns ganz in den Norden, wo Pazifik und Tasmanische See vor der Küste aufeinandertreffen. Das kann man ganz gut sehen, weil die Wellen aufeinanderzuschwappen und das Wasser ineinander läuft. Die Maori sagen, dass mit den beiden Meeren Mann und Frau aufeinandertreffen und so alles Leben entsteht. Auf dem Rückweg nach Auckland haben wir uns den Kauri-Wald angesehen. Ein paar der riesigen Bäume haben von den Maori Namen und Bedeutung verliehen bekommen. So konnten wir den Vater und den Gott des Waldes ebenso wie die Vier Schwestern kennenlernen. Die Bäume sind riesig im Umfang und umgeben von anderen Bäumen und Pflanzen, die wir uns hier in Deutschland als Zimmerpflanzen in die Wohnung stellen. In den Baumwipfeln haben bunte Papageien alles versucht, um sich nicht von uns fotografieren lassen zu müssen!

Nach kurzem Aufenthalt in Auckland ging unsere zweite Tour auf die Coromandel-Halbinsel. Der Weg dorthin führt an der Seabird-Coast vorbei. So konnten wir uns eines Abends einen Sonnenuntergang zwischen mehreren Seevögelkolonien anschauen. Leute, war dit schön!

Weiter ging’s am nächsten Tag nach Coromandel-Town, wo wir einen netten Tattoo-Künstler kennengelernt haben, und dann bis fast ans obere Ende der Coromandel-Halbinsel. Eigentlich wollten wir bis ganz an die Spitze der Halbinsel, aber kurz vorher holte uns die Dunkelheit ein und wir mussten uns einen Platz zum Übernachten suchen. Das beste, was uns hätte passieren können! So sind wir zu unserem ersten „Farmstay“ gekommen. Wir haben Serena für umgerechnet 6,50 Euro auf einer Rinder- und Schaffarm geparkt. Da wir dort, wie eigentlich überall auf unserer Reise, fast die einzigen Gäste waren, durften wir das Gästehaus nutzen, um unser Essen zu kochen und ein wenig TV zu schauen. Unser abendlicher Spaziergang führte uns über eine Kuhweide und entlang an Schafen und Hütehunden. Einen zweiten Farmstay hatten wir gegen Ende der Reise gemeinsam mit NJ und BH. Das war dort, wo Franzi und ich uns abends zur Pferdeweide aufgemacht haben und mit den Pferden gekuschelt haben. Eins haben wir so lange gestreichelt, bis es eingeschlafen ist … und geschnarcht hat! Die Tour mit NJ und BH hatte uns vorher nach (Stinkietown) Rotorua geführt. Das ist ein Gebiet mit vielen verschiedenen geologischen Aktivitäten. Dort blubbert und dampft es aus der Erde und - alter Schwede - dort hat es so derbe gestunken, dass es kaum auszuhalten war! Wir hatten uns abends ein ausgelassenes Steak-Gelage geliefert und sind später noch ein Bier trinken gegangen. Nachts drehte dann der Wind und wir hatten bis in die frühen Morgenstunden einen Geruch in der Nase, als würden wir neben einem dreckigen Dixi-Klo schlafen. Puh, anstrengende Nacht!

Tja, das war natürlich noch längst nicht alles. Wir haben superschöne Strände gesehen, sind tolle Wanderwege gelaufen, haben uns vom Meer ausgewaschene Höhlen angeschaut, Zoos besucht, das von Hundertwasser designte Klo in der Stadt Kawakawa einem Selbsttest unterzogen, haben Delfine und Wale gesehen, eine Wein-Testing-Tour gemacht, waren shoppen und oben auf dem Auckland-Skytower, haben überall neuseeländische Gastfreundschaft genossen, wunderschöne Sonnenuntergänge gesehen, lustige Vogeltiere wie den Tui kennengelernt, und noch ganz vieles mehr erlebt. Danke NJ und BH! Und Danke Serena, dass du unser Heim warst und uns überall hingetragen hast:

Wir haben uns außerdem riesig gefreut, Klaus, Liane und Alex kennenzulernen. Das Abendessen war echt lecker und bei den Fotos haben wir so viel gelacht, dass uns die Bäuche wehgetan haben. Danke dafür (und hoffentlich sehen wir uns bei eurem nächsten Deutschland-Besuch)! Liebe Grüße von zu Hause an euch alle!

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