Serena war ja nun wieder fit und wir haben Sie ja auch nur noch 4 Wochen. Am 25.08 hab ich beim Backpacker Market einen Platz geblockt, dann wird Serena in die nächsten pflegenden Hände übergeben.
Wir hatten letztens einen Tagesausflug an die Seabird-Coast gemacht, die südlich von Auckland gegenüber der Coromandel ist.
Die Seabird Coast ist etwas ab vom Schuss, weil die Autobahn ca. 30 km. entfernt ist und man erstmal durch die Landschaft kurven muss um dahin zu kommen.
Also genau das Richtige für 2 Abenteurer auf Tiki-Tour ;o)
Als wir den Tagesausflug gemacht hatte, hatten wir schon entschieden, dass wir da wieder hin wollen.
Die Hunua Ranges ist ein Waldgebiet mit 14.000 Hektar Regenwald. Es gibt keine Strassen durch die Hunua Ranges. Lediglich 2-3 Stichstrassen führen in den Wald. Wer Lust hat kann hier Hiking-Tours über mehrere Tage machen.
In Kaiaua gibt es einen tollen Fish&Chips Laden, den wir schon beim letzten Mal angesteuert hatten. Es hat sich so eingebürgert, wenn wir unterwegs sind, dann gibt es Fish&Chips. Und in Kaiua ist der Fish gut und günstig.
Für ein Stück Hoki 2,20$, Snapper kostet 6,40 und Chips 2,30.
Gute ehrliches Essen ;o)
Da wir etwas rumgetrödelt hatten und erst mittags los gekommen waren, sind wir erst gg. 16Uhr in Kaiaua angekommen.
Es wurde langsam Zeit sich einen Platz zum schlafen und …zum Essen kochen zu finden. (Fish&Chips war ja nur ein Snack;o)
Da wir schon mal die Küste weiter runter gefahren waren und irgendwo wild campen wollten, sind wir also gleich Richtung Wald gefahren. Wir hatten nicht so wirklich einen Plan… aber das ist ja meist ein gutes Zeichen.
Und als wir dann ein Schild mit der Aufschrift „Hunua Ranges“ gesehen haben, sind wir auch promt abgebogen.
Nach etwa einem Kilometer hörte die Teerstrasse auf und ging in Schotterstrasse über. Das sind wir ja nun gewöhnt und da an der Strasse auch kein Haus stand, warum sollte da also ein Asphaltstrasse sein.
Nach einem weiteren Kilometer waren wir mitten im Wald auf einer Wald-Schotter-Strasse auf der die Auswachungen der umgebenden Hänge die durch den letzten Regen entstanden noch sichtbar waren….einfach gesagt: Modder, Schotter, Steine und die Möglichkeit, dass was ganz großes von ganz weit oben runter plumps
Irgendwann hörte die Strasse einfach auf. Ohne Vorwarnung…aber mit Klo ;o)
Ja selbst am Ende der Strasse gab es ein sauberes und gut ausgestattetes öffentliches Klo … mit fließend Wasser.
Wasser sollte denn auch kein Problem sein an dieser Stelle des Waldes. Das merkten wir dann als wir den Weg weiter liefen und hier ankamen:
http://maps.google.co.nz/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=mangatangi+dam&sll=-41.244772,172.617188&sspn=31.826258,78.837891&ie=UTF8&ll=-37.117767,175.2095&spn=0.004132,0.009624&t=h&z=17
Sowas hab ich im Leben noch nicht gesehen… OK Ich hab schon den Hoover Damm gesehen aber der steht nicht im Wald ;o)
So geil. Mitten im Wald ein riesiger Staudamm mit Schafen auf der einen Seite und Milliarden Liter Wasser auf der anderen Seite.
Wir entschieden uns da zu bleiben!
Also haben wir Serena geparkt …leider etwas schief..aber das geht nicht anders wenn man im Tal eines Staudamm parkt. Da ist alles auf so geeicht, dass das Wasser abläuft ;o)
Mitten im Wald. Der nächste Mensch wahrscheinlich 4-5 Kilometer entfernt. Umringt von Natur, blökenden Schafen und Vogelgezwitscher.
Irgendwie war mir schon etwas mulmig. So ganz alleine. So wirklich wirklich ganz alleine und weit weit weg vom nächsten Haus, geschweige denn vom nächsten Dorf.
Aber hey, was soll passieren. Wo man alleine ist, da ist ja kein anderer ;o)
Und Serena war ja auch wieder OK.
Und zur Not könnte man auch die paar Kilometer laufen.
Und dann haben wir ja auch Handy…äh hast du deines bei? Nö! …OK…
Und …ja rede dir bloß genügend positive Sachen ein ;o)
Wir haben unsere Kühltasche ausgepackt, eine Flasche Wein aufgemacht und im
Schein unserer Mini-Lampe ein feudales Essen gekocht. Tomaten-Salat mit Cottage-Cheese und Männerpfanne mit Kidney-Bohnen und Mais. Mjam mjam..
Es wird hier nachts immer noch recht ungemütlich, also haben wir uns mit der kleinen Lampe in unseren Camper verzogen und bis zum müde werden gequatscht.
Die Nacht hat es derbe geregnet, also war nicht mit „Wandern“ am nächsten Tag. Aber auf der hinfahrt haben wir gesehen, dass es in Clevedon einen Village-Market gibt. Jeden Sonntag.. wie passend.. also hin da.
Aber erst mal irgendwo Kaffee und was zu beißen finden…
In Clevedon angekommen, gab es dann endlich auch das.
Diese Village-Market, ich glaub so was gibt es bei uns nicht, sind kleine Märkte auf denen die Locals Ihre Sachen anbieten.
Man bekommt also alles mögliche was in der Gegend hergestellt oder angebaut wird und kann noch ein Schwätzchen halten.
Meist ist das im Winter in den Stadthallen der Örtchen und so wird man nicht mal nass.
Der örtliche Tischer bietet z.B. BBQ-Tische an oder Kinderzimmereinrichtungen, es gibt Frauen, die gehäkeltes anbieten oder selbst gemachten Schmuck und gerahmte Fotografien und Bilder. Und auch selbstgemachter Kuchen und andere Leckerein fehlen nicht ;o)
Macht wirklich Spaß.
Auf dem Heimweg sind wir noch in Beachland vorbei gefahren…da gab aber keine Beach..eigenartig..
…und dann Sonntag Abend chillen… ;o)
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