Freitag, 14. August 2009

Coromandel, Cooks Beach, Cathedral Cove 09.08.09

Am Samstag war tolles Wetter und da haben wir uns mal wieder auf gemacht ein wenig den Kopf frei zu bekommen. Die Coromandel Halbinsel liegt so ca. 100-130 Kilometer von Auckland entfernt und ist also ein gutes Ausflugsziel. Die Coromandel ist ca. 85 km lang und zw. 1km und 40 km breit. Damit also ca. 3 mal so groß wie ganz Berlin !Dazu besteht die Cormandel zu 80% aus einem Wald-Natur-Reservat-Nationalpark also aus unberührter Natur.Die Natur ist hier noch so gesund, dass es die Ranger geschafft haben den Bestand an Kiwis hier in den letzten Jahren auf 5000 zu erhöhen. Wir waren ja schön öfter auf der Coromandel und diesmal wollten wir wieder auf die westliche Seite fahren. Den Hot-Water-Beach hatten wir ja schon als eine unserer ersten Exkursionen abgehackt und so war das Ziel die Cathedral Cove.Damals als wir am Hot Water Beach waren, wollten wir auch zur Cathedral Cove, aber der Parkplatz war so überfüllt, dass wir damals hätten ca. eine Stunde Fussweg entfernt parken müssen. Nadja hatte noch was zu erledigen, also sind wir gg. 15Uhr gestartet. Der Weg zur Coromandel Halbinsel ist zum großen Teil Autobahn und gut ausgebaute Landstrasse. Erst auf der Coromandel selbst wird es etwas heikel, weil die Serpentinen doch wirklich „Überkeit-Faktor“ haben ;o) Als wir von der Autobahn runter waren habe ich Nadja mal wieder genötigt den Fahrersitz einzunehmen. Sie fährt hier nicht viel… sie hat ja einen „hansome Driver“ ;o)Aber nach ca. 5 Monaten musste Sie mal wieder ran und selbst fahren. Und die Strasse zur Coromandel ist teilweise über Kilometer schnurrgerade. (Franzi weiß was ich meine ;o) Einmal am Steuerrad wollte Kapitän Nadjeschda das Schiff auch nicht wieder abgegen. Also hat Sie uns zwei durch die Serpentinen bis nach Tairua gefahren ;o) Und Sie hat mich nur wieder an Steuer gelassen weil Sie wusste, dass nach Tairua die Serpentinen noch enger und steiler werden…und weil Sie schaltfaul ist ;o) Da es schon langsam dunkel wurde, haben wir in unser schlaues Buch geschaut und uns nach einem Hostel umgeschaut. Hahei Beach… der Name ist doch mal einladend oder ? Hatschi und Hahei standen am Strand, da sagte Hatschi zu Hahei Hi und Hahei erwiderte Hatschi… Nur mal so ein Gedankengang. OK. Also Hahei Beach, das Fernbird Hostel. Beschrieben als familiäres kleines Hostel, 25 Dollar p.P. für ein Doppel. Fairer Preise, also hin. Familiär war es dann auch, denn es war ein kleines Haus mit 2 Gästezimmern ;o)Super nette und entspannte Leute. Zum Essen kochen mussten wir in deren Wohnbereich und deren private Sachen nutzen…sehr familär eben … har har har. War aber gut, weil wir hatten öl und Gewürze vergessen und…da haben wir das mal – ganz familär – geborgt ;o) Die Gästezimmer hatte keine Heizung ABER in jedem Bett lag eine Heizdecke.Jaaa! Das ist hier normal! Hier sind Heizdecken nicht für Oma´s , hier sind Heizdecken ein wichtiger Bestandteil des „Überlebenspacket-Winter“.Neben der guten alten Gummi-Wärmeflasche und dem tollen „20-Dollar-Heizlüfter“ ist die gute alte Heizdecke (und Fleece-Unterwäsche“) bei den Einheimischen ein Muss um den harten Winter zu überleben!. Das zweite Zimmer hatten 2 Mädles aus Essen gemietet. Beide 18 oder 19 und auf der ersten großen Reise nach dem Abitur. War sehr lustig, denn die zwei waren erst einen Monat da und da hatte wir und sie viel zu erzählen.Die Namen hab ich schon wieder vergessen, aber wir haben bis um 12 geklönt ;o) Die Nacht auf der Toast-Decke war nicht ganz mein Fall. Nadja hatte sogar Alpträume, dass es brennt. Mir hat nachts auf einmal der Arm wehgetan, bis ich gemerkt hab, dass die Kabel des Heizdecke mit die Blutzufuhr abschnürten…Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es in mir brummt und als ich die Heizdecke dann irgendwann gegen 2:30Uhr ausgeschaltet hab, hat das brummen im Körper echt aufgehört…sehr sehr schräg ;o) Nach einer unruhigen Nacht machten wir uns gg. 10 Uhr auf zur Cathedral Cove. Die Cathedral Cove ist ein großer Felsbogen, wie man das vielleicht aus Portugal kennt. Um dahin zu kommen, muss man aber erstmal einen Walk von ca. 3/4 Stunde machen. Man wandert auf einem gut ausgebauten Waldweg an der Küste entlang. Zwar steht hier kein Regenwald mehr, aber die flache Sträucher-Vegetation ist auch ganz schön anzusehen. Blühende Sträucher, Blumen, Farne, AloeVera und KokosSträucher. Wir nennen das Kokos-Strauch, weil die knallgelben Blüten nach Kokos riechen. In einem ausgedehnten Tal stehen so viele dieser Sträucher, dass die ganze Luft nach Kokos gerochen hat. Wenn man die Augen geschlossen hat, hatte man fast das Gefühl in der Karibik (oder wenigsten in einem karibischen Restaurant) zu sein ;o) Wir haben uns Zeit gelassen und auch einen Abstecher zu einer weiteren Bucht (Germstone Bay) gemacht. Als wir dann an der Cathedral Cove ankamen hellte auch das Wetter etwas auf und der weiße Sandstrand lud zum relaxen ein.Durch den Felsbogen hindurch erreicht der Mutige einen weiteren Strand. Mit etwas Geschick muss man die Wellen so abpassen, dass man trockenen Fußesüber ein kleines Stück rennen kann. Die meisten probieren es nicht und so war der eine Strand „voll“ und der andere leer. Welchen wir nehmen war also klar ;o)Nadja setzte sich auf die Felsen und fotografierte und ich ließ mich einfach irgendwo an dem langen Strand in den Sand fallen. Ruhe. einfach nur Ruhe… das Meeresrauschen, die Wellen, Wind und Möwen.Und nichts als Ruhe im Kopf. Solche Momente hat man in Deutschland glaube ich nicht oft. Nach einer Stunde oder so (wer achtet schon auf die Zeit;o) haben wir uns wieder gemütlich auch den Weg zurück gemacht.Am Auto angekommen war das nächste Ziel Tairua. In Tairua gibt es eine Kneipe, bzw. eine Wett-Kneipe, die auch Essen anbietet. Und was für Essen! Ehrliche handgemachte Burger. Mjamm Mjamm… leider wardie Küche geschlossen… schnief, heul… ABER ;o) Gegenüber gibt es einen „Takeaway“ der sich auf Fish&Chips und Burger spezialisiert hat. Vorsichtig haben wir also erstmal eine Nase genommen um zu schauen, ob es sich lohnt. Nadja hat sich eine Hawai Burger bestellt und ich einen TastyBurger (so hieß der Laden) Die Burger war zu 80% ehrlich, die Pattys waren vorgefertigt, aber der Rest, alles frisch.Ich glaub ich hab noch nie einen so hohen Burger (versucht zu essen) gehabt.Ich erzähl euch das alles nur, weil mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen läuft… schleckt. Der Burger bestand aus zwei normalen Hamburger-Brötchen. Und dazwischen waren folgende Lagen an Köstlichkeit gezwängt.Eine Lage Salat, ein Patty, Ketchup und Sauce, eine Scheibe rote Beete (nö ich hätte auch nicht gedacht, dass das schmeckt;o), dann eine dicke Scheibe Käse, eine Scheibe Fleischtomate, eingelegte Gurken, ein Spiegelei und nochmal Salat. … der Hammer.. Es dauerte etwas eh ich das Monster unter Kontrolle hatte. Man ist ja etwas zimperlich und will sich die Hände nicht „schmutzig“ machen. Aber hey, bei so einem Burger muss man einfach alles irgendwie zusammen halten und zusammen schieben. Die Sauce läuft einem durch die Finger, der Kleine und der Ringfinger umklammern das untere Brot, der Mittelfinger drück den Patty wieder zwischen die Brötchen und der Zeigefinger versucht alles irgendwie vertikal zusammen zu halten. Eine Schlacht …! Ich habe gewonnen ;o) Gut gesättigt haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht.Nadja ist wie immer während der Fahrt eingepennt (gut das ich gefahren bin ;o)Mal schauen, was wir nächstes Wochenende erleben. Grüße an alle…

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